Trainingscamp Schweiz - Verein

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Trainingscamp Schweiz

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Am 15.07.2016 reiste eine Gruppe von Jiukas der „Deutschen Jiu-Jitsu Akademie e.V.“ (hier Mitglieder des 1. Jiu-Jitsu-Vereines Sachsen-Anhalt Stendal 1993 e.V. und der Kampfsportschule Osterhausen), unter Leitung des Präsidenten Karsten Ullrich, zu einem Sangmu Tempelseminar in die Schweiz.
Auch unser Freund Pawel Badzio aus Pulawy (Partnerstadt Stendals) reiste zu diesem Event an.
Dieses Seminar wurde vom buddhistischen Chan-Priester Markus Bolli (Schweiz) auf einer Alm in einer Höhe von 1.600 m durchgeführt. Lehrgangsinhalt war u.a. das Tempelboxen und Meditation.
Am 16.07.2016, gegen 10:00 Uhr, erreichten wir den Treffpunkt in der Schweiz.
Unser Gepäck wurde mittels Seilbahn nach oben auf die Almhütte transportiert. Für uns begann jetzt ein Fußmarsch (bergauf) der es in sich hatte. Nach ca. 5 Stunden erreichten wir, völlig erschöpft, das Ziel – die Panoramahütte, welche für 1 Woche unser zu Hause sein sollte.
Hier angekommen, richteten wir uns erst einmal ein und Markus erläuterte uns den Wochenplan (Essen, Training usw.).
Es sollte eine Woche fern ab der Zivilisation, ohne Fernseher, Radio und Handy werden. Hinzu kam auch noch, dass wir uns vegetarisch ernähren sollten.
Für die Zubereitung der jeweiligen Gerichte (Frühstück, Mittag, Abend) waren wir selbst zuständig (natürlich unter Markus seiner Anleitung).
Geschafft, von den Strapazen des Aufstiegs, fielen wir ins Bett.

 
 
Bereits am nächsten Morgen, 04:00 Uhr, wurden wir durch Markus und seinem Klang-Gong geweckt.
Ohne uns zu waschen und zu frühstücken ging es los. Wir wanderten den Berg etwas höher, um dort den Sonnenaufgang zu erleben und zu meditieren. Wieder zurück war dann Körperpflege und gemeinsames Frühstück angesagt.
Von 09:00 Uhr bis 11:45 Uhr wurde dann vor der Hütte, auf der Almwiese trainiert. Danach wurde gemeinsam das Mittagessen vorbereitet und zusammen gegessen. Bis 15:00 Uhr war Pause.
Danach schloss sich ein weiteres Training bis 17:45 Uhr an.
Nach dem gemeinsamen Abendessen gab es dann noch einen theoretischen Teil.
Das Training bezog sich im Wesentlichen auf das Tempelboxen. Wir lernten neue Techniken, eine Kata, aber auch eine andere Art des Umgangs mit dem Bo (Langstock) kennen.
Dieser Tagesablauf wiederholte sich die ganze Woche. 
Am Mittwoch wurde durch Markus eine Ausnahme gemacht. Für diesen Tag hatte er mal kein Training angesetzt, sondern nur eine „Wanderung“.
Nach dem Frühstück wanderten wir zu einer höher gelegenen Almhütte um uns dort die Herstellung des berühmten Schweizer Käses anzuschauen.
Das war schon beeindruckend mit welcher körperlichen Anstrengung so ein Käse entsteht.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen stand eine weitere „Wanderung“ an, die wir wohl nicht so schnell vergessen werden. Markus führte uns zu einem Bergsee in 2.200 m Höhe. Von Wandern war hier schon keine Rede mehr, eher von Bergsteigen.
Irgendwann, nach ca. 4 Stunden und ungefähr 11 km „Wanderweg“ erreichten wir das Ziel, diesen See. Die Aussicht war atemberaubend und wunderschön. Und was erstaunlich war, es lag dort Schnee.
Nach einer Erfrischung (ca. 17 Grad Wassertemperatur) im See traten wir den anstrengenden Abstieg an.
Vollkommen fertig, aber überglücklich es geschafft zu haben, kamen wir am Abend wieder an unserer Unterkunft an. Dann waren nur noch Essen und Schlafen angesagt.
Am letzten Tag, also am Freitag, wurde nur bis zum Mittag trainiert.
Am Nachmittag konnten wir uns dann bei einem Kräuterbad auf der Alm so richtig erholen.
Am Sonnabend, nach dem Frühstück, hieß es dann Abschied nehmen von der Alm. Der Abstieg stand auf dem Plan. Nach ca. 2 ½ Stunden erreichten wir unseren Transporter.
Markus fuhr dann mit uns noch nach Sankt Gallen, wo wir kleine Souvenirs (u.a. Schweizer Schokolade) kauften und auch eine kleine Stadtführung von ihm bekamen.
Abschließend kann gesagt werden, dass es eine sehr anstrengende Woche war. Jeder von uns ist an seine Leistungsgrenze gegangen. Alle haben es geschafft und sind sehr stolz darauf.
Das Wetter hat super mitgespielt (ca. 30 Grad). Die Landschaft war genial und wir hatten viele Zuschauer, die mit ihren Glocken für Stimmung sorgten (ca. 60 Kühe). Einfach Klasse!
Danke an Markus, für den das sicher auch eine Herausforderung war, sich eine ganze Woche lang mit uns auf höchstem Niveau zu beschäftigen.
 
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