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Sanfte Weltmeisterschaft

Berichte
 
Sanfte Weltmeisterschaft in Stendal
2019 findet die Weltmeisterschaft in der Kampfsportart Jiu-Jitsu in Stendal statt. 
 

Die Akteure des Stendaler Jiu-Jitsu-Vereins zeigen ihr Können längst nicht nur bei Meisterschaften und anderen Wettkämpfen.
Mit ihrer Show-Mannschaft präsentieren sie Kampfkunst unter anderem bei Dorffesten.

Archivfoto: Doreen Schulze (Volksstimme Stendal)
 
Bericht von Volker Langner (Volksstimme Stendal)
 
Der 1. Jiu-Jitsu-Verein Sachsen-Anhalt Stendal mit seinen rund 300 Mitgliedern hat sich längst zur ersten Adres­se in unserem Bundesland der aus Japan stammende Kampfsportart entwickelt. Nicht umsonst führen Vorsitzender Karsten Ullrich und Geschäftsführerin Steffi Gericke, beide Jiu-Jitsu-Großmeister, inzwischen als Präsident und Vizepräsidentin sowohl die Deutsche Jiu-Jitsu-Akademie als auch den internationalen Verband.
Diese Ausstrahlung des Duos und ihrer Mitstreiter aus der Altmark trägt nun Früchte: Im Juni 2019 finden die Weltmeisterschaften in Stendal statt.

„Unsere Arbeit ist derzeit schon voll auf die Weltmeisterschaften ausgerichtet“, sagt Karsten Ullrich. Quasi als Generalprobe dienen die Deutschen Meisterschaften im September dieses Jahres, die der 1. Jiu-Jitsu-Verein nach Stendal geholt hat und die in der Sporthalle der Juri-Gagarin-Schule stattfinden. 100 bis 200 Starter werden dort erwartet.

Lehrgänge in Polen und Belgien
Als Schritte auf dem Weg zur Weltmeisterschaft sieht Ullrich auch ein Kampfkunst-Seminar am 2. September in Stendal sowie Trainingslehrgänge in diesem und im kommenden Jahr in Polen, Belgien und Schweden, die er als Referent leitet. Diese Nationen erwartet er dann auch in zwei Jahren zur Weltmeisterschaft, die in der Sporthalle an der Schillerstraße ausgetragen werden. „Wir rechnen mit Sportlern aus 10 bis 15 Ländern“, sagt Ullrich.

Bei EM Erfahrung gesammelt
Neuland betritt der 1. Jiu-Jitsu-Verein bei der Ausrichtung internationaler Wettkämpfe indes nicht. 2010 fanden in Stendal Europameisterschaften statt. „Aber eine WM ist doch ein Nummer größer“, macht Ullrich deutlich.
Bei der Vorbereitung der Titelkämpfe wie auch im normalen Sportalltag setzt der Stendaler Verein auf Unterstützer. Ein Autohaus und ein Druckunternehmen sind treue Sponsoren.
 
Aiko schwang sich schon einmal probehalber auf das Fitnessgerät.
Mit ihren sechs Jahren zählt sie zu den jüngsten Vereinsmitgliedern, ist aber nicht das jüngste.
Mieko (4 Jahre), Aiko´s Schwester, schaut gespannt zu.

Foto: Volker Langner
Als Randsportart – „Die sind wir nun mal“, so Gericke – freuen sich die Kampfsportler auch über vermeintliche Kleinigkeiten. So wie in dieser Woche. Da erhielten sie einen Fahrradergometer. Den stellte Ingrid Graefe-Voigt aus Stendal zur Verfügung. „Ich hatte mir den Ergometer zugelegt, um in Bewegung zu bleiben. Inzwischen läuft es aber leider gesundheitlich nicht mehr so gut“, erzählt die 83-Jährige, die als Sängerin dem Musikensemble des Theaters der Altmark angehörte.
Sie wollte das Trainingsgerät erst inserieren und später auf einem Flohmarkt anbieten. Nun aber landete es durch Vermittlung eines Bekannten beim Jiu-Jitsu-Verein. Ingrid Graefe-Voigt dazu: „Ich denke, da ist es richtig.“
Das kann Steffi Gericke nur bestätigen. „Wir haben eine Wettkampf- und eine Showmannschaft. Beide brauchen Kondition. Da passt der Ergometer ganz gut“, schätzt Gericke ein. Und sie fügt an: „Wir gehen natürlich auch Laufen, um die Kondition zu schulen. Aber bei schlechtem Wetter möchten wir gerade die Kinder nicht nach draußen schicken.“
Mit dem Fitnessgerät können die Stendaler sich auch für die Weltmeisterschaft in Schwung bringen.
 
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