Inhalte des Jiu-Jitsu - 1. Jiu-Jitsu-Verein Sachsen-Anhalt Stendal 1993 e.V.

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Inhalte des Jiu-Jitsu

Jiu-Jitsu
Jiu Jitsu ist eine umfassende, aus Japan stammende Kampfkunst, bei welcher Wurftechniken (Nage Waza), Grifftechniken (Katame Waza) und Schlagtechniken (Atemi) eingesetzt werden können, wobei in den hunderten veschiedenen Schulen (Ryu) und Stilrichtungen (Ryu-ha) unterschiedliche Technikgruppen bevorzugt werden.
Erst als die Vorherrschaft des japanischen Rittertums im 19. Jahrhundert mehr und mehr zurückging, verlor die sanfte Kunst langsam an Bedeutung.
Und jetzt kommt das Merkwürdige in der Geschichte des Jiu-Jitsu.
Nachdem diese großen Meister gestorben waren, gerieten die verschiedenen Kampfarten fast in Vergessenheit, - ja es wurde den Studenten sogar nahe gelegt, diese alten japanischen Bräuche abzulegen -, denn die jungen Japaner versuchten, in fast allen Dingen den Europäer zu imitieren. So merkwürdig es klingen mag, aber ein Deutscher - nämlich Hofrat Dr. Baelz -, welcher als Dozent der Medizin an der Universität in Tokio beschäftigt war, begeisterte das japanische Volk erst wieder für diese Kampfkunst.
Er selbst nahm beim ältesten Meister, dem 70jährigen Totsuka, Unterricht.
Seine Studenten, die ihn als europäischen Universitätsprofessor hoch verehrten, eiferten seinem Beispiel nach.
Von da ab blühte Jiu-Jitsu derart wieder auf, dass es kaum mehr einen Japaner gab, der diese Kunst nicht beherrscht hätte.
In Europa wurde Jiu-Jitsu zu Beginn des 20. Jahrhunderts eingeführt.
In Deutschland wurde Jiu-Jitsu vom Altmeister Erich Rahn eingeführt, der im Jahre 1906 die erste        Jiu-Jitsu-Schule in Berlin eröffnete.
Inzwischen hat sich auch in Deutschland die Geschichte des Jiu-Jitsu weiterentwickelt.
Jiu Jitsu ist eine waffenlose Selbstverteidigung gegen verschiedene Angriffsarten.
Die Angriffe können als Nah- oder Distanzangriffe, im Stand oder am Boden, bewaffnet oder unbewaffnet erfolgen. Angriffe in der Nahdistanz sind z.B. Körperangriffe wie Körperumklammerungen, Würgegriffe, Schwitzkasten, Haarzug u.s.w. Unbewaffnete Distanzangriffe sind z.B. Faustschläge und Fußtritte und bewaffnete Angriffe erfolgen z.B. mit einem Kurz- oder Langstock, Messer, Schusswaffe oder mit alltäglichen Gegenständen wie z.B. einer Flasche oder einem Gürtel.
Die Abwehren gegen die verschiedenen Angriffe können durch ausweichen, blocken, schlagen, treten, werfen, hebeln, würgen, festlegen/sistieren und transportieren erfolgen. Sie erfolgen je nach Intensität des Angriffs durch Beachtung des Notwehrrechts, welches jeder Lehrer des 1. Jiu-Jitsu-Verein Sachsen-Anhalt Stendal 1993 e.V. kennen muss.

Durch regelmäßiges üben dieser Kampfkunst wird eine körperliche Fitness und somit die Erhaltung der Gesundheit, eine Vervollkommnung des Charakters und der Persönlichkeit, das nötige Selbstvertrauen und die geistige Reife erstrebt.
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