Kiai - 1. Jiu-Jitsu-Verein Sachsen-Anhalt Stendal 1993 e.V.

Jiu-Jitsu Dojo Stendal
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Jiu-Jitsu
Die  erste Silbe „ki“ bedeutet Energie und die Zweite „ai“ Einheit. Zusammen  bedeuteten beide Silben „die Energie vereinigen“.

Der  Kiai ist in der Tat die Kunst, seine persönliche Energie zurückzugewinnen und  eine Verschwendung der Kräfte zu vermeiden.

Um  welche Energie handelt es sich dabei? Sicherlich nicht einfach um jene, die  direkt oder indirekt mit Muskelkraft in Verbindung stehen, sondern vor allem um  jene, die durch den Geist und die Psyche hervorgerufen werden. Wenn man sich  intensiv mit dem Kiaido (jap. Lehre vom Kampfschrei) beschäftigt, dann bedingt  dies auch ein ebenso intensives Studium philosophischer Lehren - der Kiai ist  eine Philosophie.

Der  Kiai ist ein sehr wichtiges Element im Jiu-Jitsu.
Im  Jiu-Jitsu werden die Techniken u. a. durch die Atmung kontrolliert. Eine  schnelle Bewegung kann nur durch rasches Ausatmen erreicht werden; dieses  Ausatmen geschieht plötzlich, mitunter explosionsartig.    
Bei  Techniken, denen vom Sportler ein besonderer Wert zugemessen wird und die mit  vollem Krafteinsatz und Kampfgeist ausgeführt werden, entsteht so der  Kampfschrei.    
Wenn  kein richtiges Ausatmen erfolgt, so kann man auf eine mangelnde Technik  schließen. Zumindest kann hier auch eine sogenannte „Pressatmung“  vorliegen; d. h., es wird überhaupt nicht ausgeatmet, sondern die Luft im  Brustkorb gepresst. Dies ist ein grober Fehler im Jiu-Jitsu. Mangelndes oder  falsches Ausatmen senkt die momentane Leistungsfähigkeit und birgt  Verletzungsgefahr in sich (ganz deutlich ist dies bei den Fallübungen zu  erkennen).  
Zusammenfassend  bewirkt der Kiai folgende Zwecke:     

1.      Der ganze Körper wird auf einen  bestimmten Zeitpunkt der Technikanwendung fixiert und damit viele Muskeln  kraftmäßig koordiniert; es wird die größte zur Verfügung stehende Kraft  entfaltet.    

2.      Er strafft den inneren Brustkorb und  schließt die Rippen zu einem festen Schild als Schutz für die inneren Organe  gegen mögliche Verletzungen.

3.      Er konzentriert die volle Körperkraft  auf einen Auftreffpunkt von wenigen Quadratzentimetern - in der Abwehr wie auch  im Angriff.

4.      Er konzentriert oder lähmt den Gegner  für einen wichtigen Zeitraum durch das     
       Überraschungsmoment  des nichterwartenden Kiai.    
 
Der  Kiai wird tief unten im Körper gebildet. Das schreiartige Ausatmen darf nicht  nur von der Brust her erfolgen. Nur so verhindert man eine teilweise Pressatmung  und ist sicher, dass der ganze Körper beim Kiai gefordert wird.

Der  Kiai ist in unserem Verein als Bestandteil des Jiu-Jitsu gefordert. Er wird bei  Schocktechniken, insbesondere bei Eingangs- und Abschlusstechniken verwendet.
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